



unbenannt (experiment zwei),
bianca martsch (2023)
papier 297x420cm
unbenannt (experiment zwei),
bianca martsch (2023)
papier 297x420cm
wilde mohnblumen säumen während ihrer blütezeit im frühjahr mailands straßenböschungen, werksgelände und bahnhofsareale. durch ihr auftreten rücken sie ihre umgebung in die aufmerksamkeit der passant*innen, prägen das erscheinungsbild der stadt und werten es temporär optisch auf. hemerochore pflanzen wie die mohnblume verbreiten sich durch einschleppung und verteilung als ungewollter saatgutbegleiter. paradoxerweise ist die mohnblüte also direkte folge der menschlichen kultur, kann jedoch auf kultivierten feldern nicht bestehen und wird deshalb wiederum durch die menschliche kultur in unkultivierte respektive unbeachtet bleibende randbereiche verdrängt.
wilde mohnblumen säumen während ihrer blütezeit im frühjahr mailands straßenböschungen, werksgelände und bahnhofsareale. durch ihr auftreten rücken sie ihre umgebung in die aufmerksamkeit der passant*innen, prägen das erscheinungsbild der stadt und werten es temporär optisch auf. hemerochore pflanzen wie die mohnblume verbreiten sich durch einschleppung und verteilung als ungewollter saatgutbegleiter. paradoxerweise ist die mohnblüte also direkte folge der menschlichen kultur, kann jedoch auf kultivierten feldern nicht bestehen und wird deshalb wiederum durch die menschliche kultur in unkultivierte respektive unbeachtet bleibende randbereiche verdrängt.